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Das Biest

Das Biest
 
Ich möchte euch über ein Biest erzählen, über ein Biest, dass sich wie aus dem Nichts an meine Fersen geheftet und mit meinem Körper, meinem Leben und meinem restlichen Dasein auf Erden verschmolzen ist. Das Biest bringt einiges mit, kommt nicht mit leeren Händen. Wie es sich für jemanden gehört, der gekommen ist um zu bleiben.
 
Das Biest und der Dämon, sie gehören zusammen wie Pech und Schwefel. Sie kommen über Nacht oder am Tag. Sie kommen aus dem Nichts, kommen auf leisen Sohlen. Sie stechen in meine Augen, nehmen mir die Sicht, greifen mit ihren glühend heissen Händen in mein Rückenmark, um meinen Hals legen sie mir Ketten. Mein Rücken wird schwer, ich trage sie überall mit mir und sie wollen nicht von mir ablassen, sie kleben an mir. Los werden kann ich sie niemals mehr, ich bin müde vom Tragen der großen Last. Mein Kopf ist so schwer, meine Beine lahm und meine Augen wollen auch nicht mehr so wie ich es will.
 
Ein erster Versuch....ich löse die Fesseln um meinen Hals, der Dämon muss als erster weg. Ich stecke ihn in einen Luftballon und fülle diesen mit Helium binde ihn zu und halte den Luftballon an einer Schnur um mein Handgelenk. Wenn ich ihn schon nicht loswerden kann, so will ich ihn doch nicht ganz nah an meinem Körper wissen.
 
Als nächstes reiße ich mir das Biest vom Rücken, sie ist so schwer und ich bin so müde. Ich reiche ihr die Hand und bedeute ihr neben mir an meiner Hand zu laufen. Wenn ich sie schon nicht loswerden kann, dann möchte ich sie auch nicht immer tragen müssen. Ich reiche ihr die Hand und ich bestimme wieder allein wo ich hingehe, mein Rücken und mein Körper sind nicht mehr so schwer und mein Weg lässt sich nun leichter fortsetzen.
 
Ich muss mehr über sie erfahren, schließlich sind sie ab sofort meine unerwünschten Begleiter, und ich will es mir so leicht wie möglich machen, diese ungebetenen Gäste Willkommen zu heißen. Ich will wissen wie sie heißen... "NMO" flüstert das Biest leise und die Buchstaben hallen so laut und lange nach, dass man meint, man befände sich in einer Höhle. "Mein Freund, dort oben, heißt Begleiterscheinung", flüstert sie weiter.
 
NMO... schon mal gehört??? Ihr kennt sie nicht??? Sie ist unauffällig, klein und keine Schönheit. Sie ist der Wolf im Schafspelz, schlägt blitzartig und gnadenlos zu, nimmt weder Rücksicht auf das Leben was du zuvor geführt hast, noch auf deine Lebensumstände. Wo sie auftritt und wirkt, hinterlässt sie nur verbrannte Erde. Wenn du nicht aufpaßt, verschlingt sie dich mit Haut und Haar! Das einzige Mittel gegen sie zu gewinnen, ist es sie sich zur Freundin zu machen und sie aktiv in mein Leben zu lassen. Ich höre ihr beim weitergehen genau zu, ich bin wissbegierig und Frage sie 1000 Löcher in den Bauch. Ich lerne schnell. Ich weiß jetzt, dass ich sie in mein Leben lassen muss. Ich lasse sie nicht Besitz davon ergreifen... lasse sie nur soweit hinein, das es mir selbst mein neues Leben erleichtert. Mache mir meinen Feind, zum Freund. Hör ihr zu und besinne mich auf die wichtigen Sachen. Mein Leben ist nicht mehr das was es mal war. Ich nehme mir das, was sie mir bereit ist zu geben und bau daraus etwas neues, wundervolles. Es lohnt sich!
Ich schaue genauer hin und das allein ist schon ein Paradoxum, denn Dank der NMO kann ich gar nicht mehr so gut sehen. Allerdings hat sie mich gelehrt Dinge zu sehen, die man mit bloßem Auge eigentlich gar nicht sehen kann. Und diese Dinge sind wundervoll. Sie geben mir so viel Wärme in meinem Herzen und lassen mich manchmal zufriedener sein als ich als gesunder Mensch je gewesen bin. Auch lasse ich die Menschen ziehen, die mit meinen Dämonen und dem Biest nicht leben können. Nicht jeder kann das und das ist auch in Ordnung!
 
So laufe ich nun also als Sonderling auf der sonnigen Seite der Straße, mit meinem Dämon im Ballon über mir und dem Biest an der Hand.... aber auf MEINEM Weg. Denn ich selbst bin es, der entscheidet auf welcher Seite wir gehen...
 
Das @copyright liegt bei Katrin Pagel
 
Wir sind glücklich das Katrin uns erlaubt hat diese tolle Geschichte hier nutzen zu dürfen. Besser kann man die Erkrankung mit allen Ecken und Kanten glaube ich nicht darstellen.
 
 
 

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