Wir reichen Euch die Hand
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Umgang mit Behinderungen

 

Die erste Frage ist, sind Behinderungen das, was man in ihnen sieht? Gemeint ist, sind Behinderungen eine Behinderung, oder gehören Behinderungen zum menschlichen Dasein und werden die Körperfehlverhalten nur Behinderungen genannt, weil sie den Menschen vor Behinderungen stellen?

In der Natur gibt es viele Fehlstellungen in verschiedenen Körpern, nehmen wir doch mal einen Baum, der einen Draht um einen Ast gebunden bekommt, er wächst weiter und es sieht so aus, als wenn er eine Schwellung unter der Baumrinde hat. Er wirkt menschlich gesehen aber nicht Behindert, sondern steht da als wenn nichts gewesen ist. Niemand würde ihn als behindert ansehen.

 

 

Natürlich kann man nun sagen, wie soll man das auf den Menschen beziehen?

Ein Mensch ist nicht dazu geboren, er soll doch nicht so gesehen werden. Sehen wir es aber aus Sicht der Natur, ist ein Mensch mit Einschränkungen nicht vom Körper Behindert, sondern wird vom 'normalen' Leben gehindert. Er wird vor Hindernisse gestellt. 

Ein Rollstuhlfahrer wird vor eine Treppe gestellt, dieser Rollstuhlfahrer könnte aber genauso Käufer in diesem Geschäft sein, wie jeder andere, wird aber daran gehindert, wenn er nicht weiter kommt. Aus dem Grund ist Inklusion so unwahrscheinlich wichtig. Es ist das Leben, das uns vor Hindernisse stellt, nicht die Behinderung.

 

Was ich damit sagen will, ich lasse mich ungern vor Hindernissen stellen und versuche nach Lösungen zu suchen. Gut, ich sitze im Rollstuhl, vergesse vieles, lasse vieles fallen und ja ich habe durch meinen Tremor die Gabe einiges um mich herum zu verteilen. Aber muss man deshalb aufgeben und sich vergraben? Am Anfang war es mir unangenehm, heute jedoch bin ich meinem Ehemann mehr als Dankbar. Er gab mir die Kraft und das Vertrauen zurück, warum nicht in ein Cafe? Es ist nicht peinlich, wenn ich mit meinem Kaffeebecher nicht zurecht komme und die Hände meines Mannes als Hilfe benötige. Die Menschen um mich herum sind das Problem, sie gucken und reden, ich akzeptiere es, sie wissen es oft nicht besser. Wenn es dann zu weit geht, gehe ich auf diese Menschen zu und erkläre warum es so ist. So kann ich eine Behinderung die mich in diesem Moment behindert aufheben.

 

 

Natürlich ist das nur ein ganz kleines Beispiel, aber um so mehr Menschen für Aufklärung sorgen, um so weniger werden Menschen behindert und die Inklusion funktioniert.

Ich hoffe Ihr könnt nachvollziehen was ich meine und fangt ebenso mit an, Aufklärung zu betreiben.

 

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